FeedGallengries
NaturlehreBrockhaus 1882

Gallengries, s. unter Gallensteine. Gallensäuren, Kollektivname für eine Reihe von organischen Säuren, die sich als Natronsalze in der Galle der Tiere finden. Von diesen sind am bekanntesten und allgemein vorkommend die Glykocholsäure (s. d.) und die Taurocholsäure (s. d.) (identisch mit der Choleinsäure von Liebig und Strecker); in der Galle von Gänsen und Schweinen sind noch nachgewiesen: Rudtemochel säure, Hyotaurocholsäure und Chenotaurocholsäure. Außer diesen finden noch Erwähnung: die Biblicholinsäure, Bilifellinsäure, Fellansäure und Fellinsäure; diese letztern haben sich jedoch bei neuern Untersuchungen als Gemenge verschiedener Körper erwiesen und sind daher zu streichen. namentlich zur Wäsche von seidenen Zeugen, aber auch zur Reinigung von Silberwaren verwandt wird. Zur Anfertigung sind folgende Rezepte gegeben: Man mischt 3 Teile weiche Schmierseife, Teile Kernseife, 3 Teile Rindergalle und 1 Teil venet. Terpentin, oder 100 Teile Seife, 100 Teile

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 483Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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