Gay-Lussac-Säure, Zwischenprodukt der Schwefelsäurefabrikation, ist eine Lösung von Ni⸗ „trosulfonsäure in Schwefelsäure, sie wird gewonnen, indem man die aus der letzten Bleikammer eentweichenden Gase durch einen Cylinder leitet, in welchem sie einem über eine große Fläche verteilten Strome von Schwefelsäure von 62 B. entgegengeführt werden. Die Schwefelsäure nimmt dabei die in den Gasen enthaltenen Sauerstoffverbindungen des Stickstoffs auf, unter Bildung von Nitrosulfonsäure, und gestattet dadurch diese Verbindungen wieder in den Betrieb zurückzuführen, wodurch bedeutend an Salpeter erspart wird. Zur Zersetzung oder Denitrifizierung der G. sind vielfache Apparate erdacht, von denen aber keiner so gut funktioniert wie der Gloverturm (s. d.).