Goldküste (engl. Gold Coast, frz. Cotes de I'Or), ein Landstrich des nördl. oder obern Guinea in Westafrika, welcher, zwischen der Elfenbein⸗ oder Büen cal im Westen und der sog. Sklavenküste im sten gelegen, nach der ältern Annahme vom Kap der drei Spitzen ostwärts bis zur Mündung des Volta, nach der neuern von der Mündung des Tando bis über den Volta und das Kap St. Paul hinaus an den 6. nördl. Br., etwa 400 km weit sich erstreckt. Das Land ist an der am West⸗ und Ostende mehrfach schwach eingebuchteten und lagunenreichen, sonst aber einförmigen Küste flach, sandig, nur hier und da felsig, zum Teil ungesund. Landeinwärts zeigt sich der Boden hügelig und überaus fruchtbar, in dem noch wenig bekannten Hintergrunde von waldreichen Bergketten durchzogen. An dieser Küste münden die Flüsse Tando, Prah oder Busumprah, Anissa, Seccum, Volta oder Adire; aber keiner der Flüsse bietet eine brauchbare Wasserstraße in das Innere. Den Namen hat das Land von dem Golde, welches nebst Palmöl, Elfenbein und andern Erzeugnissen Guineas das Haupthandelsprodukt abgibt, und das ursprünglich die Ansiedelungen der kder Bunten die der sie verdrängenden Holländer, der Briten, Dänen und selbst der Brandenburger hervorgerufen hat. Der Goldreichtum zeigte sich indes früher wie ietzt keineswegs so bedeutend, und die Europäer anden vielmehr eine ergiebige Quelle des Gewinns im Sklavenhandel. Seit dem Verfall dieses Handels ist auch die G. in merkantiler Hinsicht sehr gesunken. lüber die wichtigsten Punkte der Küste und namentlich die den verschiedenen Nationen ehemals angehörenden Castt s. Aschanti, Ahanta, Cape-Coast-Castle und Elmina.