Gossellin (Pascal Frangois Jos.), franz. Altertumsforscher, geb. 6. Dez. 1751 zu Lille, machte 1772—80 wissenschaftliche Reisen durch einen großen Teil Europas. Beim Ausbruch der Revolution wurde er von seiner Provinz zum Deputierten bei der Nationalversammlung erwählt, worauf der König ihn 1791 zum Mitglied der Centraladministration des Handels ernannte. Der Wohlfahrtsausschuß berief ihn 1794 in das Kriegsministerium und beauftragte ihn mit geogr. Arbeiten. Im J. 1799 erhielt er die Stelle als Mitaufseher des Medaillenkabinetts zu Paris, welche er unter dem Kaiserreich wie unter der Restauration bis zu seinem Tode, 7. Febr. 1830, behielt. Seit 1816 war er einer der Hauptredacteure des Journal des savantsv. Seine Hauptwerke sind die &Géographie des Grecs analyséer (Par. 1790, mit 10 Karten) und (Recherches sur la géographie systématique et positive des ancienso (4 Bde., Par. 1798 — 1813, mit 54 Karten).