Götzenberger (Jakob), Historienmaler, geb. zu Heidelberg 1800, trat 1820 in Düsseldorf in die Schule des Cornelius. Eine zwischen 1828 und 1832 fallende ital. Reise vollendete G.s Schulung, worauf er Cornelius' Stil und Richtung selbständi in Deutschland repräsentierte. So beteiligte er si mit mehrern andern Schülern desselben an der monumentalen Ausschmückung der Aula in Bonn und vollendete eine Reihe Wandbilder in der Niersteiner Kapelle in Rheinhessen, nachdem er zum Direktor der Galerie in Mannheim ernannt worden war. Auch die Fresken der Trinkhalle zu Baden-Baden entstanden 1844 nach seinen Entwürfen. Eines Fehltrittes wegen gezwungen, seine amtliche Stellung Thätteit verließ er Deutschland und setzte seine Thätigkeit in England mit großem Eifer sein Indessen erreichten diese spätern Leistungen eine Jugendarbeiten nicht, mit denen er Cornelius nicht nur gleichkam, sondern ihn, besonders im Staffeleibilde, sogar bedeutend überragte. In London ist sein Werk z. B. der Freskenschmuck von Northumberland-House und eine Halle in Bridgewater-House. Während der letzten Jahre seines Lebens befand er sich in der Schweiz; er starb in Darmstadt 6. Okt. 1866.