Grauathagel, s. unter Granate. Granatiere, der anfängliche Name der Grenadiere (s. d.). Granatkanonen sind verkürzte glatte Kanonen mittlern und großen Kalibers, welche Granaten zu schießen bestimmt sind. Bei größerm Kaliber heien sie auch Bombenkanonen (s. d.). Man wollte in Gestalt der G. die Vorteile des Hohlgeschoßfeuers auf die gestreckten Bahnen der Kanonen übertragen. In der 12 em-G., um deren Konstruktion sich unter andern Napoleon III. verdient emacht hat, hoffte man eine Zeit lang, das Ein-Lerre der Feldartillerie gefunden zu haben. germöge ihrer geringen Präcision und Tragweite mußten sie den Gescag. Geschützen bald das Feld räumen. (S. Geschütz.) Granatkartätsche, soviel wie Shrapnel, s. Geschoß und Shrapnel. Granatkörner, s. unter Granat. Granatoöder ist ein krystallographisches Synonym für das Rhombendodekaéder des regulären Systems, gewählt weil der Granat insbesondere in dieser Form krystallisiert. Granatstücke, eine Art langer Haubitzen, welche im vorigen Jahrhundert der kurfürstl. sächs. Artilleriegeneral von Hoyer konstruierte, die Vorläufer der Granatkanonen. Ezriter 40h (Per Adolf), schwed. Dichter und Historiker, geb. zu Gothenburg 17. April 1770, siedelte jung nach Stockholm über, war eine Zeit lang Buchdrucker, wurde 1826 zum Sekretär der landwirtschaftlichen Akademie ernannt und starb 5. Febr. 1841 zu Stockholm. Mehrere seiner Gedichte wurden von der Schwedischen Akademie gekrönt. Er veröffentlichte unter anderm: Dramatiska skrifter⸗ (1811), Nyare dramatiska skriftern(18370), Kalborgs Historia (2 Tle., 1814—15), VUtkast till en svensk Statistiko (1816—20). Auch gab er das (Journal for konster, moder och sedero (1815) und das Archif för Hushällningen och Närin-⸗ garne (später KArchif for landtmän och träd-Seine Töchter Jeanette (geb. 19. Okt. 1825, gest. 2. April 1857) und Luise (geb. 1827) haben teils durch Originalarbeiten, teils als übersetzerinnen (von Sheridan, Augier, Overskou u. a.) viel für die Bühne geleistet. Nach dem Tode der ältern Schwester heiratete deren Gatte, der Theaterdirektor und Schauspieler Eduard Stjernström, seine Schwägerin, die, 1877 verwitwet, einige Auat das durch ihren Mann gegründete Neue heater zu Stockholm leitete.