Graupen, Bergstadt in der Bezirkshauptmanndin Teplitz in Böhmen, mit (1886) 2904 E. eutscher Zunge, 7 km im NNO. von Teplitz, in einer langen, schmalen Thalschlucht des Erzgebirges, deren Ränder schöne Aussichtspunkte bieten; die Rosenburg und die Wilhelmshöhe, letztere nach dem König Friedrich Wilhelm III. benannt, dessen Lieblingsplatz sie war, sind vielbesuchte Punkte der teplitzer Kurgäste. Die Gründung der Stadt, durch die reichhaltigen Zinngruben in der Umgebung bedingt, fällt ins 12. Jahrh. Vom König Wratislav erhielt sie 1478 die Vorrechte einer königlichen Bergstadt. Später mit der Herrschaft Teplitz vereinigt, stand sie unter dem Schutze der Besitzer derselben. Die Bewohner sind zum großen Teil beim Kohlen- und Zinnbergbau und in den Fabriken von Wirkwaren, Dachpappe und Strohgeflechten beschäftigt. In der Nähe die Bahnstation Rosenthal⸗