FeedGrubenhagen
GeschichteBrockhaus 1882

Grubenhagen, ein zur preuß. Landdrostei Hildesheim gehöriges ehemaliges Fürstentum von 826 ꝗqkm, erhielt seinen Namen von dem seit 1521 wüst liegenden Schlosse G. unweit Einbeck, welches Herzog Albrecht von Braunschweig-Wolfenbüttel 1270 den darauf gesessenen Ganerben entriß und in eine Residenz verwandelte. Die danach benannte braunschw. wolfenbüttelsche Linie entstand durch die Landesteilung der drei Söhne Albrechts 1286, der zufolge Heinrich der Wunderliche Teile der frühern Grafschaften Nordheim, Katlenburg, Scharzfeld und Lauterberg erhielt, nämlich zu dem Schlosse G. Schloß und Stadt Einbeck, sowie den davon abgelegenen Harzdistrikt mit Osterode, Herzberg, Andreasberg, Clausthal, Altenau und Elbingerode. In dieses Gebiet, zu welchem bis 1366 auch das seit 1815 wiederum mit dem Fürstentum G. vereinigte nördl. Eichsfeld gehörte, teilten sich später mehrere Nebenlinien, die jedoch in der Mitte des 15. Jahrh. wieder erloschen. Als 1596 mit dem Herzog ahnind II. der grubenhagensche Zweig abging, nahm Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel von dem Lande Besitz. Dagegen erhoben aber die drei braunschw.⸗lüneburg. Linien Einsprüche, setzten diese 1617 durch, und so kam G., welches fortwährend eigens beim Reichstage vertreten wurde, an die Linie Braunschweig-Lüneburg-Celle, die ihre Miterben abfand und beim Aussterben 1705 ihr gesamtes Besitztum an das hen sil. Haus vererbte, womit es 1866 an Preußen fiel. Hannov. 1863). lunter Bandwurm.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 550Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6