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ErdkundeBrockhaus 1882

Grund, Stadt in der preuß. Provinz Hannover, Landdrostei Hildesheim, Kreis Zellerfeld, S Km von Clausthal und 4 km von der Station Gittelde-Grund der Braunschweigischen Eisenbahn, in 284 m Höhe, in tiefem Thale, fast am westl. Ende des Harzes, zählt (1880) 1695 prot. E. Sie ist eine der altesten sieben Bergstädte, 1405 zuerst genannt. Ihr Aufblühen erfolgte wesentlich durch die Eisenerzminen am Iberg, deren 16 schon 1520 abgebaut wurden. Im Dreißigjährigen Kriege ging der Ort völlig zu Grunde und erstand erst nach langer Pause wieder. Im W. der Stadt befindet sich die reichste Silbergrube des Harzes, die Grube Hilfe Gottes, auf dem Gangzuge zum Silbernaal; im N. der durch sein Erz, seine Versteinerungen und Höhlen berühmte Iberg. Nennenswert ist noch in 480 m Höhe der 40 m hohe, groteske Doppelfelsen des Hübichensteins und die 1875 wieder aufgefundene Tropfsteinhöhle, welche gegen 400 Menschen fassen kann. G. ist jetzt eine vielbesuchte Sommerfrische. brrgat-ener Heicllsc eines philos. Systems, einer Zeit, einer Gesellschaft u. s. w. nennt man diejenigen Ansichten und Uberzeugungen, welche als allgemeine Urteile, sei es durch wissenschaftliche überlegung oder durch irgend welche andere 0 ol. Prozesse besondern- Cufe die Deutung und uffassung der besondern Riahmen fü und Erkenntnisse bestimmen und den Rahmen für dieselben bilden. So spricht man auf verschiedenen Gebieten von wissenschaftlichen, religiösen, sittlichen, politischen G. Sie spielen in dem Vorstellungssystem die doppelte Rolle, einerseits Produkte, allmählich erzeugte Residua, Niederschläge der gesamten Gedankenbewegung zu sein, andererseits für alle besondern Urteile die letzten Beweisgründe zu enthalten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 554Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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