Hadik von Futak (Andreas Joseph, Reichsgraf), geb. 16.Okt. 1710 auf der Donauinsel Schütt, trat 1732 in österr. Militärdienst. Schon 1735 that er sich als Hehraf eines Streifkorps vor Philippsburg hervor, ebenso im Türkenkriege und Gsterreichischen Erbfolgekriege, in welchem er bereits zum Generalmajor aufstieg. Im J. 1757 unternahm er an der Spitze leichter Truppen den Zug nach Berlin, der ihm das Großkreuz des Maria-Theresien-Ordens eintrug; 1762 übernahm er den Oberbefehl über die Reichsarmee, operierte 3m Sach glücklich, wurde aber 29. Okt. bei Freiberg in Sachsen vom Prinzen Heinrich von Preußen total geschlagen. H. wurde darauf bis 1764 Gouverneur von Siebenbürgen, führte auf dem Kongreß zu Karlowitz den Vorsitz, wurde 1773 Gouverneur der durch die erste Teilung Polens an Ssterreich gefallenen Länder und 1776 Reichsgraf, sodann Präsident des Hofkriegsrats zu Wien. Im J. 1789 befehligte H. das österr. Heer im Türkenkriege, erkrankte jedoch bei der Vorbereitung der Belagerung von Belgrad und trat den Befehl an Laudon ab. Im J. 1757 bereits Feldmarschalllieutenant, 1758 General der Kavallerie, starb 0 als Feldmarschall 12. März 1790 zu Wien. Er interließ ein Tagebuch, welches wertvolle Nachrichten über die Geschichte seiner Zeit enthält.