Hadrian J., ein Römer aus angesehenem Geschlecht, Papst von 772 bis 795, war vor allem bemüht, den Kampf der Franken und Longobarden im Interesse des päpstl. Stuhls auszunutzen. Vom Longobardenkönig Desiderius bedrängt, rief H. Karl d. Gr. zu Hilfe. Dieser zog 773 nach Rom, zwang Desiderius zum Rückzug, feierte das Osterfest 774 in Rom, bestätigte und erweiterte die Schenkung Pippins vom J. 754, durch welche der päpstl. Stuhl in den Besitz mehrerer ital. Provinzen gelangt war. Im J. 781 bewies H. seine Dankbarkeit für einen neuen Heereszug gegen die Longobarden dadurch, daß er Karls Söhne, Pippin und Ludwig, zu Königen von Italien und Aaquitanien salbte. Im Bilderstreit stand H. mit dem Konzil von Nicäa (787) auf der Seite der Bilderfreunde, vermochte aber die bilderfeindlichen Beschlüsse der fränk. Kirche nicht zu hindern. In Übereinstimmung mit ihr bekämpfte H. den Adoptianismus. (S. Adoptianischer Streit.)