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ErdkundeBrockhaus 1882

Letzlingen, Dorf in der preuß. Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Gardelegen, mit (1880) 1194 C., war früher Alvenslebenscher Besiz und vom Kurprinzen Johann Georg in wüster Gegend erkauft. Letzterer errichtete dort 1555 ein Jagdschloß, welches vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm zeitweise bewohnt wurde, neuerdings restauriert ist und den Mittelpunkt der großen kaiserlichen Jagden bildet, die jährlich in diesem Revier, einem der ausgedehntesten und wildreichsten Deutschlands, abgehalten werden. Das königl. Wildgehege in der Kolbitz-Letzlinger Heide umfaßt die fünf fiskalischen Oberförstereien Kolbitz bei Wolmirstedt, Planken bei Neuhaldensleben, Burgstall bei Dolle, L. und Zävenitz bei Gardelegen mit 27 Schutzbezirken und 28 674 ha Fläche. Vorwiegende Bodenart ist der dürre tiefgründige Sand, in dem von allen Bäumen die Kiefer am besten gedeiht, und dem teilweise Orth (Eisensandstein) zu Grunde liegt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 32Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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