FeedLeu (Aug. Wilh.)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Leu (Aug. Wilh.), namhafter deutscher Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule, geb. 1819 zu Münster in Westfalen, bildete sich seit 1840 in Düsseldorf unter Schirmers Anleitung zum Land1 Wormrcer aus und hielt sich dann längere Zeit in Norwegen auf. Namentlich waren der melancholische Ernst der starren Granitmassen mit ihren Wasserstürzen und Waldungen, die felsbekränzten Fiords, die sterile Hochebene mit dem Renntier als Staffage Gegenstände seiner Darstellungen. Eine zweite Reise nach der Skandinavischen Halbinsel unternahm er 1847. L. schildert aber nicht allein den düstern Ernst der nordischen Natur, sondern auch ihren Reiz, den der Frühling über sie ausbreitet, sowie die Eigentümlichkeit der südl. Alpen. Geschätzte Bilder dieser Richtung sind der Obersee in Bayern, der Hohe Göll, das Mühlsturzhorn, der Oschinensee, der Watzmann u. a. In den letzten Jahren behandelt L. mit Vorliebe ital. Motive, namentlich Architektur mit Landschaft. Ein brillantes Kolorit ist in L.s Bildern mit korrekter Zeichnung verbunden. L. ist Professor zu Düsseldorf, seit 1882 nach Berlin übersiedelt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 32Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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