Maximilian (III.) Joseph, Kurfürst von Bayern 1745—77, der Sohn Kaiser Karls VII., geb. 28. März 1727, versuchte zwar nach dem plötzlichen Ableben seines Vaters, der nach des Kaisers Karl VI. Tode Ansprüche auf die österr. Staaten gemacht hatte, noch einmal gegen die Truppen der Kaiserin Maria Theresia das Glück der Waffen, entsagte aber, da der Erfolg kein günstiger war, in dem Frieden zu Füssen 22. April 1745 allen Ansprüchen auf Osterreich, wogegen er seine verlorenen Länder zurückerhielt. Seine erste Sorge war nun, durch sparsame und weise Staatswirtschaft dem erschöpften Lande zu Hilfe zu kommen. Schulen und Universitäten wurden verbessert und 1759 die Akademie der Wissenschaften in München gestiftet. Bei aller Anhänglichkeit des Kurfürsten an die kath. Kirche verminderte er doch die Klöster und gestattete den Protestanten in München die Ausübung ihres Gottesdienstes. Vermählt war er mit einer Tochter des Königs August III. von Polen. Er starb an den Blattern 30. Dez. 1777. Mit ihm erlosch die jüngere Hauptlinie des Hauses Wittelsbach, und seine Länder fielen an das pfalzgräfl. Haus Sulzbach, aus dem ihm der Kurfürst von der Pfalz, Karl Theodor, in der Regierung folgte.