FeedMessing
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Messing (frz. laiton, cuivre jaune; engl. latten, yellow brass), auch Gelbkupfer oder Proz. Zmt genannt, eine Legierung von 24—40 Proz. Zink mit 76—60 Proz. Kupfer, von hellgelber bis goldgelber Farbe. Dasselbe läßt sich in kaltem Zustand hämmern, walzen und zu Draht ausziehen, eignet sich jedoch weniger zur Bearbeitung mit schneidenden Werkzeugen. Durch einen geringen Bleigehalt wird das M. weicher und kann alsdann besser auf der Drehbank, sowie mit dem Meißel und der Feile bearbeitet werden, während es durch Zusatz von Zinn an Härte und durch das Hämmern und Walzen an Elasticität gewinnt; in der Glühhitze ist es sehr zerbrechlich, die Schmelztemperatur ist durchschnittlich die helle Rotglühhitze. Infolge seiner wertvollen physik. Eigenschaften, die sich durch Anderung des Mischungsverhältnisses modifizieren lassen, findet das M. eine so ausgedehnte Verwendung, wie außer dem Eisen kein anderes Metall. Zu M., welches auf Blech und Draht verarbeitet werden soll, verwendet man reinere Materialien, als zu Gußmessing. Tafelmessing ist starkes, Bugmessing schwächeres und Rollmessing das schwächste Messingblech; die dünnste Messingfolie ist das Rausch- oder Knittergold. (S. unter Blech.) Andererseits bezeichnet man auch als Tafelmessing bessere, als Stückmessing geringere Qualitäten des M.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 652Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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