Meyern (Wilh. Friedr.), deutscher Romanschriftsteller, geb. 1762 in Ansbach, studierte in Altdorf und unternahm dann weite Wanderungen durch Italien, Griechenland und Kleinasien. Er wurde 1809 Hauptmann in der österr. Artillerie, war bei Organisierung der Landesbewaffnung thätig, ward 1813 zum Generalstab versetzt und leitete 1815 in Paris die Rückgabe der ital. Kunstwerke. Später hielt er sich bei den österr. Gesandtschaften in Rom und Madrid auf und wurde dann der Militärkommission bei dem Bundestag in Frankfurt a. M. beigegeben. Hier starb er 13. Mai 1829. Als Schriftsteller trat er anonym zuerst auf mit dem polit. Roman Dya-na-Sore, oder die Wanderer⸗ (3 Bde., Wien u. Lpz. 1787—91; 3. Aufl., 5 Bde., Wien 1840—41), der großen Beifall fand. Feuchtersleben gab «M.s hinterlassene kleine Schriften⸗ (3 Bde., Wien 1842) heraus.