Mind (Gottfr.), in der Schweiz der Berner Friedli genannt, häufig als «Katzenrafaelo bezeichnet, geb. 1768 zu Bern, lernte bei dem Landschaftsmaler Siegm. Freudenberger in Bern kolorieren und arbeitete in der Folge bei dessen Witwe. Ein Kretin, in allem unwissend, außer im Zeichnen, lebte er fast nur im Umgange mit Katzen. Er starb zu Bern 7. Nov. 1814. Außer Katzen und Bären 6 Blatt) zeichnete er auch Gruppen spielender Knaben und Betteljungen (10 Blatt nach Hegi). Nach seinem Tode wurden seine Zeichnungen zu hohen Preisen, besonders nach England, verkauft. „Mindanao oder Magindanao, nach Luzon die größte Insel des Archipels der Philippinen in Hinterindien, breitet sich in einer äußerst gegliederten, sehr unregelmäßigen, zahlreiche Baien und Meeresbuchten zeigenden Gestalt mit einem Areal von 96310 akm. M. ist gut bewässert und sehr fruchtbar. Die wichtigsten Flüsse sind der Mindano und der Batuan. Unter den Landseen ist der Malaneo oder Lano durch Umfang, Tiefe und großen Fischreichtum ausgezeichnet. Im Innern sind Gebirgszüge, deren Spitzen sich zu bedeutender Höhe erheben, während eine —5 üppige Vegetation ihre Seiten bedeckt. Auch befinden sich daselbst sowohl ausgebrannte als noch thätige Vulkane, wie der Suvao und der Sujut. Die Berge auf M. sind reich an verschiedenen Metallen. Die Flora dieser Insel aber ist eine ganz außerordentlich reiche. Außer den Pflanzen, welche auf den Philippinen überhaupt vorkommen, sind hier verschiedene zu finden, die der spezifischen Flora der Molukken und der von Vorderindien angehören, wie z. B. der Muskatnuß⸗ und Gewürznelkenbaum, der Pfefferstrauch, der Zimtbaum u. a. Nur der kleinere Teil von M. gehört der span. Regierung. Der Rest ist unabhängig. Der span. Teil von M. bildet drei der 33 Provinzen, in welche das Generalkapitanat der Philippinen in administrativer Beziehung geteilt ist, nämlich die Provinz Caraga im N. der Insel mit dem Hauptort Surigao, die Provinz Misamis, ebenfalls im N. der Insel, westlich von Caraga, mit dem östlich von dem See von Panguil an der Iligan-Bai gelegenen Hauptort Jligan, und der Landstrich Samboanga im südlichsten Teil der Insel, welcher nicht unter einem Alcalde major steht, sondern ein Presidio bildet, das zu einem Verbannungsort von Missethätern dient. Bemerkenswert ist daselbst das unter 6 54 27“ nördl. Br. gelegene Fort Nuestra Seüora del Pilar de Zaragosa, nach dem Fort zu Manila das stärkste auf den Philippinen. Der nicht den Spaniern unterworfene größte Teil von M. steht unter dem Sultan von Magindanao. Die eingeborene Bevölkerung von M. besteht aus Alfuren, Lutanos, Hunos, Subanos, Caragas und andern Stämmen malaiischen Ursprungs.