Montalvan (Don Juan Perez de), berühmter span. dramatischer Dichter, geb. 1602 zu Madrid, studierte in Alcalä, trat mit 23 Jahren in den geistlichen Stand und wurde später apostolischer Notar der Inquisition. M. starb 25. Juni 1638. Er war Hausgenosse und Schüler von Lope de Vega. Ein Teil seiner Dramen, deren man 60 zählt, erschien in zwei Quartbänden (Bd. 1, Madr. 1635 u. Alcala 1638; Bd. 2, Madr. 1638: 2. Aufl., Valencia 1652); andere stehen zerstreut in den Comedias escogidas de los mejores ingenios de Espana. Die meisten wurden mit Beifall gegeben, so z. B. No hay vida como la honras und La Toquera vizcainas, die sich bis auf den heutigen Tag auf der Bühne erhalten haben. Seine Stücke haben eine sehr lebendige nationale Färbung. Außerdem hat man von ihm noch Sucesos yVprodigios de amor en ocho novelas ejemplareso (Madr. 1624) unter dem Titel KPara todos exemplos morales humanos y divinoso (Huesca 1633: Madr. 1635), eine Sammlung von Novellen, Komödien, Anekdoten und moralischen Betrachtungen, und „Orfeo (Madr. 1624), ein Gedicht in Oktaven. Sieben von M.s besten Bühnenwerken stehen im 45. Bande der Biblioteca de autores espanoleso.