FeedSchmid (Karl Christian Erhard)
ReligionBrockhaus 1882

Schmid (Karl Christian Erhard), deutscher Philosoph, geb. zu Heilsberg im Weimarischen 24. Okt. 1761, studierte in Jena Theologie und Philosophie. Als Privatdocent daselbst, seit 1783, ließ er seine „Kritik der reinen Vernunfty (Jena 1786; 4. Aufl. 1798), welcher er ein Wörterbuch zum Gebrauch der Kantschen Schriften» (Jena 1786; 3. Aufl. 1795) beigab, erscheinen. Sein „Versuch einer Moralphilosophien (Jena 1790; 4. Aufl. 1820) zeichnete sich durch Klarheit aus, und durch seine (Empirische Psychologiev (2 Bde., Jena 1791; 2. Aufl. 1796) bahnte er der Behandlung der Psychologie nach Kantschen Grundsätzen den Weg. Er ging 1791 als ord. Professor der Philosophie nach Gießen, folgte aber, als er dort wegen der Herausgabe der Schrift „De tribus impostoribus etc.v ʒur Verantwortung gezogen wurde, 1793 dem Rufe nach Jena als Diakonus und ord. Professor der Philosophie und veröffentlichte seine (Physiologie, Später leitete er ein von ihm errichtetes Erziehungsinstitut. Seine letzten Schriften waren die «Adiaphorav (Jena 1809) und die Allgemeine Eneyklopädie und Methodologie der Wissenschaften» (Gotha 1810). Er starb zu Jena 10. April 1812.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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