Schott (Christian Friedr. Albert), württemb. Abgeordneter, geb. 30. April 1782 zu Sindelfingen, studierte zu Tübingen die Rechte, ging, zur diplomatischen Laufbahn bestimmt, 1804 nach Paris, ließ sich aber bald als Rechtsanwalt in Stuttgart nieder. Auf der konstituierenden Versammlung von 1819, sowie auf den Landtagen 1820—31, besonders aber 1833 zeichnete er sich durch Freimütigkeit und feste Haltung aus. Er wohnte 1848 dem Vorparlament bei und wurde als Mitglied des Fünfziger-Ausschusses gewählt, in welchem er, wie später als württemb. Abgeordneter zur Nationalversammlung, der linken Seite angehörte. Der Nationalversammlung blieb er bis zu deren Sprengung treu. Er starb zu Stuttgart 6. Juni 1861. Albert Lucian Constans S., geb. 27. Mai 1809 zu Stuttgart, Sohn des vorigen, studierte in Tübingen und Berlin Theologie und german. Philologie, wurde 1834 Oberlehrer an der Kantonsschule in Zürich und lebte seit 1840 in Stuttgart, wo er 1842 Professor am Gymnasium wurde. Er starb 21. Nov. 1847. Von seinen Schriften sind zu erwähnen: Die deutschen Kolonien in Piemont, ihre Mundart und Herkunftes (Stuttg. 1842), (Walach. Märchene (mit seinem Bruder Arthur, Stuttg. 1845), «Wanderungen durch das mittlere und nördl. Deutschlande (Stuttg. 1846), Die Erklärung zu den Kaiserbildern» (Frankf. 1850). Besonders verdient machte er sich aber durch Studien über Württemberg und vorzüglich als einer der Gründer und Hauptmitarbeiter des württemb. Altertumsvereins. Arthur S., Bruder des vorigen, geb. zu Stuttgart 1814, studierte die Landwirtschaft zu Hohenheim und verweilte dann mehrere Jahre im Hause des Grafen Alexander von Württemberg in Eßlingen. Nach dessen Tode lebte er 10 Jahre hindurch als Wirtschaftsadministrator im südl. Ungarn. Außer mehrern Liederkompositionen, in denen er sich als begabter Musiker bekundete, und den Walach. Märchenv, die er mit seinem Bruder herausgab, veröffentlichte er auch einen Band Gedichtey (Stuttg. 1850), die schöne Natur⸗ und Völkerschilderungen enthalten. S. reiste 1850 nach Amerika, wo er als Mitglied einer Grenzkommission teils zu Georgetown bei Washington, teils in den Wildnissen an der mexik. Grenze lebte, und machte 1865 im Auftrage der mexik. Regierung eine wissenschaftliche Reise durch Nucatan. Er starb zu Washington im Juli 1875. Sigmund S., Bruder der vorigen, geb. 5. Jan. 1818 zu Stuttgart, studierte in Heidelberg und Tübingen die Rechte und ließ sich 1840 als Advokat in Stuttgart nieder. Er veröffentlichte ein fleißig gearbeitetes histor. Werk: Max Emanuel, Prinz von Württemberg, und sein Freund Karl XII. von