Schwedend (Stuttg. 1839), ferner ein Bändchen „Gedichten (Stuttg. 1857), sowie die beiden populärphilos. Studien «Sterben und Unsterblichkeitv (Stuttg. 1861) und Von menschlichen Sprüchenv (Bresl. 1865). In den J. 1850—70 war S. Mitglied der württemb. Abgeordnetenkammer,‚, 1881 wurde er in den Reichstag gewählt, wo er der demokratischen Partei angehört. Schott (Wilh.), deutscher Orientalist, besonders verdient um die Kenntnis der Sprachen und Kulturzustände des östl. und nördl. Asien, geb. 3. Sept. 1802 zu Mainz, studierte in Gießen und Halle Theologie. Im J. 1830 wandte er sich nach Berlin, wo die Schätze der königl. Bibliothek seine Aufmerksamkeit auf das ostasiat. Sprachgebiet lenkten. Im J. 1838 erhielt S. eine außerordentliche Professur an der Universität und ward 1841 Mitglied der berliner Akademie. Die Reihe seiner linguistischen Untersuchungen, die er größtenteils in Ermans «Archiv zur wissenschaftlichen Kunde von Rußland und in Sitzungsberichten und Denkschriften der berliner Akademie der Wissenschaften veröffentlichte, beginnt mit einem Versuch über die tatar. Sprachen» (Berl. 1836). Es folgten ein beurteilendes 4 Verzeichnis o chines. Werke der berliner Bibliothek (1840), eine Abhandlung «Küber das altaische oder finnisch-tatar. Sprachengeschlecht⸗ (Berl. 1847), eine dergleichen: „Das Zahlwort in der tschudischen Sprachenklassen (Berl. 1852) u. s. w. In den «Altaischen Studien » (Heft 1—5, Berl. 1860—72) legte er seine Forschungen über das Gesamtgebiet dieser Sprachen nieder. Hinterindiens Idiomen sind unter andern die Denkschriften Zur Beurteilung der Annamitischen Sprache und Schriftv (Berl. 1855), cüber die sog. Indochines. Sprachen, insonderheit das Siamesische (Berl. 1856), und „Die Kassia-Sprache» (Berl. 1859) gewidmet. Mit seiner «Chines. Sprachlehre » (Berl. 1857) eröffnete er für die grammatische Bebandlung der sog. einsilbigen Sprachen überhaupt eine neue Bahn. Von seinen spätern linguistischen Arbeiten verdienen besonders Zur japan. Dicht⸗ und Verskunsto (Berl. 1878) und «über die Sprache des Volkes Rong auf Sikkim » (Berl. 1882) Hervorhebung. Untersuchungen anderer Art betreffen Volkspoesie, Mythe, Geschichte und Kultur der sinn. und hochasiat. Völker. Dahin gehören namentlich «Die finn. Sage von Kullerwo» (Berl. 1852), (über die estnische Sage von Kalewi-poego (Berl. 1863), «über die (hochasiatische) von Gesser-Chanv (Berl. 1851), alüber den Buddhismus in Hochasien und in China » (Berl. 1844), «Zur Litteratur des chines. Buddhismus » (Berl. 1873), «Alteste Nachrichten von Mongolen und Tataren » (Berl. 1845), „Das Reich Karachatai oder Si-Liaop (Berl. 1849), „Über die echten Kirgisen» (Berl. 1865), „Zur Uigurenfrage »(2 Tle., Berl. 1874— 75). In dem schon 1854 ans Licht getretenen Entwurf einer Beschreibung der chines. Litteraturs gab S. die erste übersicht ihres unermeßlichen Reichtums.