FeedSprotta mündet
ErdkundeBrockhaus 1882

Sprotta mündet, und an der Linie Glogau-Hansdorf der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz des Landratsamts und eines Amtsgerichts und zählt (1885) 7516 meist prot. E. Unter den Gebäuden des Ortes zeichnen sich aus das neue, sehr ansehnliche Rathaus, das Realgymnasialgebäude, die evang. und die sehr alte kath. Kirche, das Amts-Rinas lehedem ein Nonnenkloster) und die Kaserne. ings um die Stadt ziehen sich hübsche Promenaden. S. hat eine vortreffliche Wasserleitung und ein sehr beträchtliches RKommunalvermögen (7149 ha wohlbestandenen Forst, sieben Rittergüter u. s. w.). Von Unterrichtsanstalten lath. ein Realgymnasium, eine evang. und eine kath. Bürgerschule und höhere Töchterschule. Zwei bedeutende Mühlenwerke (Niedermühle und Obermühle) exportieren ihre Fabrikate nach allen Richtungen Deutschlands hin. Außerdem bestehen Fabriken für Zündwaren, Cigarren, künstliche Blumen, Brückenwagen, Teppiche, Chemisetts, Tabak und Ol. Auch ist der Holzhandel nicht ohne Bedeutung. S. ist die Vaterstadt von Heinrich Laube. In der Umgebung S.s liegen die Hüttenwerke Mallmitz (s. d.), Kittlitztreben und die Wilhelmshütte in Nieder-Eulau, eine der größten und renommiertesten Maschinenbauanstalten Schlesiens; ferner die Wettersche Knochenfabrik und die Wichelsdorfer Sirup-und Stärkefabrik. — Der Kreis Sprottau zählt (1885) auf 726,9 qkm 35 797 CE.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 115Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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