FeedMoser (Gustav von)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Moser (Gustav von), Lustspieldichter, geb. 11. Mai 1825 in Spandau, wurde im Kadettenkorps erzogen und war 1842—43 Leibpage des Prinzen Wilhelm von Preußen, wurde 1843 Offizier und nahm 1856 den Abschied, um sich der Bewirtschaftung des Ritterguts Holzkirch bei Lauban und schriftstellerischer Thätigkeit zu widmen. Er veröffentlichte in rascher Folge zunächst über 20 einaltige Stücke, darunter »Wie denken Sie über Rußland 7o, Ein moderner Barbaro, Er soll dein Herr sein », KKaudels Gardinenpredigten v. Von den dann folgenden größern, durch ihren Reichtum an komischen Situationen zum Teil sehr wirkungsvollen Stücken haben sich auf dem Repertoire erhalten: Ultimo, Der Veilchenfresser v, Der Hypochonderv, 4Der Registrator auf Reisen »(mit LArronge), «Krieg im Frieden» (mit Franz von Schönthan), «Unsere Frauen (mit demselben), Der Bibliothekaro, »Reif Reiflingen », Glück bei Fraueno (nach dem Russischen), „Mädchenschwürer, „Der Sklaves, Die Rabenv. Bis 1885 schrieb M. im ganzen 76 Stücke. Eine Sammlung derselben erschien in 12 Bänden (Berl. 1873—82).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 886Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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