FeedVan ist in niederländ. Personennamen
NaturlehreBrockhaus 1882

Van ist in niederländ. Personennamen, wie Van Buren, Van Dyck, Van Eyck, Van der Meer, Van der Noot (auch vielfach in Ein Wort zusammengeschrieben), die Form der hochdeutschen Präposition von, welche vielfach zur Bildung solcher Familiennamen dient, die von Ortsnamen abgeleitet sind. Keineswegs aber ist das niederländ. Van (wie 100 das hochdeutsche von) ein Zeichen des Adels. (S. Buren, Dyck, Eyck, Meer u. s. w.) Vän, Vilajet, s. Wän. Vauadin, Vanadium (chem. Zeichen V; Atomgewicht = 51,3), ein metallisches Element, welches 1830 von dem schwed. Metallurgen Sefström entdeckt, nach der Vanadis (ein Beiname der nordischen Göttin Freia) benannt und von Berzelius und von Roscoe genauer untersucht wurde. Es findet sich spurenweise in vielen Eisenerzen, Schlacken, Thonen, ferner im Vanadinit und im Rotbleierz von Ximapan in Mexiko und wird metallisch dargestellt durch Glühen von Vanadinchlorid in einem Strome von trockenem Wasserstoffgas. Es ist silberweiß, von 55 spezifischem Gewicht, an der Luft beständig, zersetzt das Wasser nicht, ist in Salzsäure nicht, dagegen in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löslich und zeigt in seinem Verhalten eine gewisse Ahnlichkeit mit Chrom, aber auch mit Eisen. Die wichtigste Oxydationsstufe ist die Vanadinsäure, deren Alkalisalze, namentlich das Ammoniaksalz, technische Verwendung gefunden haben. Mit Gerbsäure und Galläpfelauszug gibt das erwähnte Salz eine vortreffliche schwarze Schreibtinte (Vanadintinte); bei Vorhandensein von chlorsaurem Kali und Salzsäure genügt eine minimale Menge vanadinsaures Ammoniak, um größere Mengen Anilin in Anilinschwarz (Vanadinschwarz) überzuführen. Eine Modifikation der Vanadinsäure, die Metavanadsäure, wird jetzt als Surrogat der Goldbronze angewandt. Jedenfalls haben die Vanadinpräparate, ungeachtet ihres hohen Preises, eine Zukunft. Vanadis, der 240. Asteroid, s. u. Planeten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 112Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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