Wilhelm (Nikolaus), Herzog von Württemberg, geb. 20. Juli 1828 zu Karlsruhe in Schlesien, Sohn des Herzogs Eugen (gest. 1857) und der Prinzessin Helena von Hohenlohe-Langenberg, wurde in Breslau und Genf erzogen und trat 1847 in die österr. Armee ein. Er machte unter Radetzky die Feldzüge von 1848 und 1849 mit und wurde bei Novara schwer verwundet. Im Feldzug 1859 kämpfte er als Oberst des 27. Infanterieregiments in den Schlachten bei Magenta und bei Solferino; im Deutsch-Dänischen Kriege von 1864 befehligte er unter Gablenz als Generalmajor eine Brigade und gewann 6. Febr. das blutige Treffen bei Sversee über die Nachhut der auf dem Rückzug befindlichen dän. Armee; im Deutschen Kriege von 1866 führte er eine Brigade des unter dem Grafen Thun stehenden 2. Armeekorps. Im J. 1869 wurde er Feldmarschalllieutenant, Militärkommandant in Triest und Befehlshaber der 7. Truppendivision. Mit dieser rückte er unter dem Oberbefehl des Generals Philippovich 29. Juli 1878 in Bosnien ein, schlug die Aufständischen bei Jaicze, wurde zum Feldzeugmeister und Kommandeur des 13. Armeekorps ernannt und unterwarf das westl. Bosnien. Nach der Abberufung des Generals Philippovich wurde W. 18. Nov. kommandierender General der Besatzungsarmee und Chef der am 1. Jan. 1879 ins Leben tretenden Landesregierung in Bosnien und der Herzegowina, 1881 kommandierender General von Galizien und der Bukowina.