Wilhelm V., Erbstatthalter der Niederlande, Sohn des vorigen, geb. 4. März 1748, folgte seinem Vater unter der Vormundschaft des Prinzen Ludwig Ernst von Braunschweig-Wolfenbüttel und trat 1766 die Regierung selbständig an. Er flüchtete 18. Jan. 1795 vor den Franzosen nach England, erhielt 1801 die Abtei Korvei und das Bistum Fulda und starb 9. April 1806 in Braunschweig. Er war seit 1767 vermählt mit der Prinzessin Wilhelmine von Preußen (geb. 7. Aug. 1751, gest. 9. Juni 1820); ein Sohn aus dieser Ehe war der spätere König der Niederlande Wilhelm I. (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 655Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei