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GeschichteBrockhaus 1882

Wolfgang, Fürst zu Anhalt, der Gründer und Vollender der Reformation in Anhalt, geb. 1492, war der Sohn des Fürsten Woldemar mit Margareta, Gräfin zu Schwarzburg. Der Prinz hatte in Körperstärke, ritterlicher Haltung und Gewandtheit kaum seinesgleichen. Nach dem Tode seines Vaters kam er, 16 J. alt, zur Regierung. Luthers Jünger und inniger Freund blieb er seit 1521, als dieser zu Worms sein Bekenntnis ablegte. Er war Mitunterzeichner der Protestation auf dem speierer Reichstage (April 1529), sowie im folgenden Jahre der Augsburger Konfession, worauf er den Schmalkaldischen Bund mit begründete. Als Teilnehmer am Schmalkaldischen Kriege erklärte ihn Karl V. 12. Jan. 1547 in die Acht. W. suchte einen Aufenthalt im Harz und gelangte erst w1555 wieder zu dem ungestörten Besitz seines Landes. Im hohen Alter übertrug er die Regierung seinen Vettern. Er starb 23. März 1566. Vgl. Krummacher, Fürst W. zu Anhalte (Dess. 1820).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 731Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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