Worsaae (Jens Jacob Asmussen), dän. Altertumsforscher, geb. 14. März 1821 zu Veile in Jütland, widmete sich zu Kopenhagen erst theol., dann jurist. Studien, die jedoch bald von dem Interesse für vaterländische Geschichte und Altertümer überwogen wurden; wie er denn auch 1838—43 als Assistent beim königl. Museum für nordische Altertümer fungierte. Im J. 1847 wurde W. zum Inspektor (1861 zum Direktor) sämtlicher Denkmale des Altertums im dän. Staate ernannt. Im Okt. 1855 erhielt er eine Docentenstelle für vaterländische Altertumskunde an der Universität zu Kopenhagen, die er bis 1866 bekleidete. Seitdem wirkte er als Direktor des Museums für nordische Altertümer, des ethnogr. Museums, sowie der chronol. Sammlung auf dem Schlosse Rosenborg; auch war er 1874—75 Kultusminister in dem Fonnesbechschen Ministerium. Er starb 15. Aug. 1885 auf dem Gute Hagestedgaard in der Nähe von Holbek. W. hat eine Reihe gelehrter Arbeiten über die Altertümer und ältere Geschichte des europ. Nordens veröffentlicht, in denen er aber vielfach einseitig die skändinav. Interessen vertritt. Dahin gehören vor allem: Danmarks Oldtid oplyst ved ldsager og W. Bhedne (Kopenh. 1843; deutsch, Ropenh. 1844), (Blekingske Mindesmärker fra Heenoldo (Kopenh. 1846; deutsch unter dem Titel Zur Altertumskunde des Nordens v, Lpz. 1846), Minder om de Danske og Nordmändene i Engand, Skotland og Irlando (Kopenh. 1851; deuisch, Lpz. 1852), „Afbildninger fra det kongelige Museum for Nordiske Olofager (Kopenh. 1854; neue Bearbeitung unter dem Titel Nordiste Oldsager i det kal. Museum i Kjöbenhavn», Kopenh. 1859), „Den Danske Erobring af England og Normandiet' (Kopenh. 1863), Om Slesvigs og Sönderjyllands Oldtidsminder » (Kopenh. 1865). Von seinen kleinern Schriften haben besonderes Interesse: Danevirkes (Kopenh. 1848; deutsch, Kopenh. 1848), „Iyllands Danskhede (Kopenh. 1850), das von Schorn als «Protest eines Jütländers gegen Jak. Grimms neues deutsches Volksrecht» (Kopenh. 1850) ins Deutsche übersetzt ward.