FeedZeuxis
Bildende KunstBrockhaus 1882

Zeuxis aus Heralleia (wahrscheinlich der bithynischen Stadt dieses Namens), einer der berühmtesten Maler des griech. Altertums, neben Parrhasios (. d.) der bedeutendste Vertreter der ionischen, d. h. kleinasiat. Malerschule, kam als junger Mann um 430 v. Chr. nach Athen, wo er zu dem Maler Apollodoros in ein näheres Verhältnis trat und unter andern zwei berühmte Bilder, einen mit Rosen bekränzten Eros und eine Centaurenfamilie, ausführte. Von Athen ging er nach Kleinasien und nahm seinen Wohnsitz in Ephesus, reiste aber nach andern Orten zur Ausführung künstlerischer Aufträge. So kam er auch nach Kroton in Unteritalien, wo er mehrere Bilder. unter denen besonders das der Helena berühmt war, für den Tempel der Hera auf dem Vorgebirge Lakinion ma te, und an den I Königs Archelaos von Macedonien, dessen Palast er mit Gemälden schmückte. Sein Ruhm beruht hauptsächlich auf der meisterhaften Behandlung der Farben und der Lichteffekte. Über die täuschende Naturwahrheit seiner Gemälde werden verschiedene Anekdoten erzählt. Weniger bedeutend war er in der Komposition und der tiefern Auffassung der Grundcharaktere der von ihm dargestellten Persönlichkeiten; daher Aristoteles seinen Gemälden das Ethos abspricht. In Hinsicht der Zeichnung gab er seinen Figuren, auch den runn, „Geschichte der griech. Künstler» (Bd. 2, Stuttg. 1859); Helbig, Z. und 1795,2915 in ter protest. Theolog der orthodoxen Richtung, geb. 2. Juli 1825 zu Bautzen, studierte 1846 — 50 in Leipzig, wurde 1852 Pfarrer zu Großzschocher bei seior d 1857 Docent, bald nachher außerord. Professor der praktischen Theologie in Leipzig. Behufs litterarischer Arbeiten machte er 186165 längere Forschungsreisen und hielt in verschiedenen Städten apologetische Vorträge, wurde 1865 ord. Professor in Gießen und 1866 in Erlangen, wo er zugleich als Kanzelredner und Leiter eines christlichen Studieuhanses geschätzt war. Er starb 20. Juli 1886 in Erlangen. Er schrieb: «„Zur Apologie des Christentumsv (Lpz. 1864, 2. Aufl. 1866), System der christl. kirchlichen Katechetike (3 Bde., Lpz. 1863 69) 2. Aufl. 1872 —74), «System der praktischen schre in 3 3 Tle., Lpz., 1876—78),Die Christenlehre im Zusammenhange⸗ (Lpz. 1880 fg.), „Lehrbuch der Pädagogik⸗ (Lpz. 1882). gierz, s. Sgierst. hafär, s. Dhafär. d.) ia, Tziä, neugriech. Name der Insel Keos ibeth, ein früher verwandtes Y edikament, welches aus einer gelben, salbenförmigen, moschus-⸗ ähnlich riechenden Absonderung besteht, welche von der Zibethkatze in einem taschenförmigen Organ aufgespeichert und von Zeit zu Zeit entleert wird. Bibethbaum heißt ein auf der Halbinsel Malakka und den ind. Inseln heimischer, zu der Familie der Malvaceen gehörender Baum Durio zibethinus L.„ weil die Zibethkatzen sehr lüstern nach seinen Meunche⸗ sind. Diese erreichen die Größe eines Menschenkopfes und schmecken sehr angenehm rahmartig, riechen aber so widrig nach faulen Zwiebeln, daß Fremde sich nur schwer entschließen können, sie zu genießen. ibethbeutler (Dasyurus viverrinus, Tafel: Beuteltiere, Fig. 8), eine Art Dasyurus (f. d.) von 43 em Körper⸗ und 35 em Schwanzlänge, oben dunkler grau mit weißen Flecken, unten heller: die Färbung ist H1 veränderlich. Der Z. bewohnt Vandiemensland und Neusüdwales. ibethbiber, s. unter Biber. ibethhyäne, s. Erdwolf. ibethkatze, s. Zibethtiere. ibethratte, soviel wie Bisamratte (s. d.). ibethtiere (Viverrina) nennt man eine Familie der Raubtiere, die halb zurückziehbare Krallen, hinter dem Fleischzahne im Oberkiefer zwei, im t Unterkiefer einen Höckerzahn und in der Aftergegend Drüsen haben, welche eine starkriechende Feuchtig-H1 keit absondern. Die asiatische Zibethkatze iverra Zibetha) ist grau, schwarzbraun gesleckt, mit weißer, schwarzgestreifter Kehle und fast ohne Mähne. Sie lebt auf den hinterind. Inseln und nährt sich von kleinen Vögeln und Säugetieren. Die afrikanische n thr burh (Viverra Civetta) unterscheidet sich von ihr durch dunklere Färbung, gedrungenen Körperbau und eine über den ganzen Rücken laufende buschige Mähne und findet sich in Mittelafrika, besonders in Abessinien. Der

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 903Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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