Zumpt (Aug. Wilh.), Altertumsforscher, der Neffe des vorigen, geb. 4. Dez. 1815 zu Königsberg, widmete sich seit Ostern 1833 auf der Universität zu Berlin dem Studium der klassischen Philologie. Er erhielt 1837 eine Anstellung am Jahr dasaup am Gymnasium zu Berlin, das ahr darauf am Friedrich-Werderschen und 1851 am Friedrich-Wilhelmsgymnasium. Er starb 23. April 1877 zu Berlin. Die Reihe seiner größern wissenschaftlichen Arbeiten begann Z. mit einer Ausgabe des Rutilius Namatianus (Berl. 1840), über den er schon vorher (Berl. 1836) eine Abhandlung veröffentlicht hatte. Ferner veröffentlichte er „Honorum gradus sub imperatoribus Hadriano et Antonino Pios (1843) und aüüber die Entstehung und histor. Entwickelung des Kolonats (1843), dann eine Ausgabe des Monumentum Ancyranumo (Berl. 1845), wozu später (1869) ein Programm De monumento Ancyrano supplendos kam. Zwei größere Werke sind die CCom-⸗ mentationes epigraphicae ad antiquitates Romanas pertinentess, wovon der erste Band (Berl. 1850), vom röm. Municipalwesen, der zweite (Berl. 1854) von röm. Provinzen handelt, und „Studia Romanas (Berl. 1859). Später schrieb er noch Das Kriminalrecht der röm. Republiko (4 Bde., Berl. 1865 — 69), „Der Kriminalprozeß der röm. Republik (Lpz. 1871), Das Geburtsjahr Christi⸗ (Berl. 1869) u. s. w. Vgl. Padelletti, Zur Erinnerung an August Wilhelm Z.v (Lpz. 1878).