Zwentibald, König von Lothringen 895—900, war ein natürlicher Sohn (geb. um 870) Kaiser Arnulfs. Seinen Namen hatte er von dem großen Mährenfürsten Z. oder Swatopluk, der ihn aus der Taufe gehoben. Schon 889 versuchte Arnulf dem Sohne von den deutschen Fürsten die Zusicherung der Nachfolge zu verschaffen, erlangte sie aber, da Z. sich früh als roh und wild erwies, nur für den Fall, daß ihm nicht noch von seiner rechtmäßigen Frau ein Sohn geboren würde. Als dieser Fall mit der Geburt Ludwigs des Kindes 893 eintrat, verlieh Arnulf 895 an 3. Lothringen und einen Teil von Burgund wie ein Königtum, das mit Deutschland nur noch lose Verbindung haben sollte. Z. hauste in der That hier ganz selbständig, führte Kriege auf eigene Faust, überwarf sich aber auch bald mit seinen Großen, sodaß er, als der Vater 899 starb, jeder Stütze im Lande entbehrte. Auch die Geistlichkeit wendete sich gegen ihn und huldigte dem jungen Ludwig von Deutschland, als dieser im März 900 von seinen Vormündern nach Diedenhofen geführt wurde. Z. selbst verlor schon 13. Aug. im Kampfe gegen abgefallene Grafen an der untern Maas sein Leben. lpluk.