FeedKarl I. (Friedrich Alexander)
GeschichteBrockhaus 1882

Karl I. (Friedrich Alexander), König von Württemberg, geb. 6. März 1823 zu Stuttgart, einziger Sohn König Wilhelms I. aus dessen dritter Ehe Pauline, des Herzogs Ludwig von Württemberg Tochter, erhielt seine Erziehung unter Leitung des Generals Hardegg. Späater besuchte er einige Zeit die Universitäten zu Tübingen und zu Berlin. Sodann widmete er sich zu Ludwigsburg dem Miälitärwesen. Am 13. Juli 1846 vermählte er sich mit der Großfürstin Olga (geb. 11. Sept. 1822), der Tochter des Kaisers Nikolaus von Rußland; diese Ehe ist kinderlos geblieben. Nach dem Ableben seines Vaters bestieg K. 25. Juni 1864 den Thron. In den deutschen Verhältnissen hielt er zur Politik der Mittelstaaten und erklärte sich 1866 gegen Preußen; seitdem aber hat er sich Preußen mehr enähert und namentlich 1870 im Kriege gegen Frantreich und bei der Wiederaufrichtung des Deutschen Reichs seine Bundestreue bewährt. Präsumtiver Thronfolger ist sein Neffe, Prinz Wilhelm, Sohn des verstorbenen Prinzen Friedrich und der Prinzessin Katharina von Württemberg, geb. 25. Febr. 1848, vermählt 15. Febr. 1877 mit der Prinzessin Maria von Waldeck, Witwer seit 30. April 1882. Von den Kindern dieser Ehe lebt nur noch die Prinzessin Pauline, geb. 19. Dez. 1877. (S. Württemberg.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 126Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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