FeedKarl Robert
GeschichteBrockhaus 1882

Karl Robert, König von Ungarn, 1310 —42, entstammte der neapolit. Linie der Anjou, konnte nur nach langwierigen Thronstreitigkeiten gegen zwei Prätendenten (Wenzel von Böhmen und Otto von Bayern) und gegen die innere Oligarchie die Regierung antreten. Er bändigte den lübermut der Oligarchen und führte wiederholt Kriege mit Venedig, denen er Dalmatien überlassen mußte, und gegen Serbien. Der Eroberungszug gegen die Walachei (1330) mißlang vollständig und die Wirren wegen der Thronfolge in Neapel stürzten den König und Ungarn in unangenehme Verwickelungen. Dennoch gelang es ihm, für seinen Sohn Andreas die Hand der Erbin von Neapel, für Ludwig die oln. Königskrone zu erwerben (1339). Am 17. lpril 1330 waren König K. und seine Familie einem blutigen Attentat des Banus Felician Zach kaum entronnen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 126Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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