Kniaziewicz (Karol), poln. General, geb. 4. Mai 1762 zu Assiten in Kurland, trat 1778 in die Artillerie. Im Kriege mit Rußland 1792 erwarb er sich bei Dubienka 17. Juli den Grad eines Majors. Nach [der Schlacht von Golkow 8. Juli 1794 wurde K. „Oberst, zwei Monate 11. General und hatte als „solcher einen glänzenden Anteil an der Verteidigung Warschaus. In der Schlacht von Maciejowice 10. Okt. befehligte K. den linken Flügel, der den Kampf am längsten fortsetzte. Gefangen genommen, mußte er bis zur Thronbesteigung des Kaisers Paul in der Gefangenschaft schmachten. Im J. 1796 begab er sich zu Bonaparte und nahm in der poln. Legion an den franz. Operationen gegen Rom und Neapel teil. Nach der Schlacht von Matrengo bildete er am Rhein eine neue poln. Legion, die er mit Ruhm in der Schlacht von Hohenlinden be—⸗ fehligte. Nach dem Frieden von Luneville zog sich K. auf seine Güter zurück. Als 1812 die große franz. Armee den Niemen überschritten hatte, trat er in den Generalstab des Königs von Westfalen ein. Später erhielt er den Befehl über die 18. Division, welche zum 5., aus Polen bestehenden Korps (Cjürst Poniatowski) gehörte. Er zeichnete sich bei [Smolensk und an der Moskwa, sowie bei Yoronowo und Wiazma aus und begab sich, schwer verwundet (an der Beresina), zur Heilung nach dem Bade Stoosgowice in Galizien, wo man ihn für kriegsgefangen erklärte. Nach dem Pariser Frieden lebte K. in Dresden. Nach dem Ausbruche der russ.⸗poln. Verschwörung 1825 beantragte Rußland K. Auslieferung, die zwar verweigert wurde, indes doch eine Untersuchung gegen ihn zur Folge hatte. Nachdem er acht Monate auf der Seitden Königstein zugebracht, wurde er entlassen. eitdem lebte er in Paris, wo er 9. Mai 1842 starb.