FeedKniaznin (Franciszek Dyonizy)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Kniaznin (Franciszek Dyonizy), poln. Dichter, geb. 4. Okt. 1750 in der Wojwodschaft Witebsk, trat daselbst in den Jesuitenorden und wurde Lehrer in dem Jesuitenkollegium zu Warschau. Nach Auflösung des Ordens beschäftigte ihn Janocki in der Zaluskischen Bibliothek, dann wurde er Sekretär und Hofpoet des Fürsten Adam Czartoryski, verfiel jedoch 1796 in Wahnsinn. Er lebte mehrere Jahre zu Konskawola, einer Besitzung des Fürsten Czartoryski unweit Pulawy, und starb daselbst 25. Aug. 1807. K. ist in seinen lyrischen Gedichten zart, gefällig und voll Phantasie, doch verfällt er in seinen Oden in Schwulst und Künstelei. Unter seinen Werken (gesammelt, 6 Bde., Warsch. 1828; neue Aufl., Lpz. 1835) befinden sich auch mehrere Dramen und eine übersetzung Ossians.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 365Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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