FeedKnicanin (Stephan Petrowitsch)
GeschichteBrockhaus 1882

Knicanin (Stephan Petrowitsch), serb. General, geb. 1809 zu Kniké in Serbien, war unter Fürst Miloschs erster Regierung Kreishauptmann in Semendria, beteiligte sich an der Revolution, welche den Fürsten Milosch stürzte, und wurde deshalb vom Fürsten Milan 1840 aus dem Lande verwiesen. Erst 1842, als Fürst Alexander Karageorgiewitsch den Thron bestieg, kehrte K. nach Serbien zurück und wurde Senator. Im J. 1848 führte K. den von den Ungarn hart bedrängten österr. Serben 3000 Mann Hilfstruppen zu, und leistete damit der österr. Armee einen so ausgiebigen Beistand, daß er dafür zum General ernannt wurde. Nach der Unterdrückung der ungar. Revolution kehrte K. in die Heimat zurück, wurde auch hier 1852 zum General ernannt, worauf er als Kommandierender der serb. Armee derselben eine neue Organisation gab. K., dessen Thaten in serb. Nationalliedern besungen werden, starb 26. Mai 18 55 zu Belgrad. nißt, sind unter C aufzusuchen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 365Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6