Lange (Ludw.), Architekt, geb. 22. März 1808 zu Darmstadt, machte seine ersten architektonischen Studien in seiner Vaterstadt unter Leitung des Baurats Lerch, arbeitete später unter Moller und bezog dann für einige Zeit die Universität zu Gießen. Als Mitbegründer eines Bilderwerks, der seit 1831 im Verlag von Gustav Georg Lange in Darmstadt erscheinenden Originalansichten der historisch merkwürdigsten Städte in Deutschland v, unternahm er hierauf verschiedene größere Reisen und hielt sich längere Zeit zu München auf. Im J. 1834 begleitete er den Maler Rottmann nach Griechenland und blieb in Athen, wo er Zeichenlehrer am Gymnasium wurde und auch in künstlerischer Beziehung vielfach Anregung fand. Im J. 1838 kehrte er nach Deutschland zurück und ließ sich in München nieder. Hier 1847 zum Professor an der Akademie der bildenden Künste ernannt, starb er 31. März 1868. Unter den größern Bauwerken, welche nach L.s Entwürfen zur Ausführung kamen, nehmen die Villa des Königs Max in Berchtesgaden (1850—53) und das Museum zu Leipzig (1856—58) den ersten Rang ein. Sein Entwurf zu einem archäol. Museum für Athen (1860) gelangte 1866 zur Ausführung. Eine Sammlung von andernEntwürfen L.s für«Werke der höhern Baukunsto erschien in Darmstadt (1846—60). Neben der Architektur hat sich L. auch der Landschaftsmalerei gewidmet. Auch verfaßte er die „Beschreibung der griech. Landschaftsgemälde von Karl Rottmann in der neuen Pinakothek'e (Münch. 1854).