FeedLaskäris
GeschichteBrockhaus 1882

Laskäris war der Name mehrerer griech. Kaiser. Theodor L., der Schwiegersohn Alexios' III. Angelos, würde in der Nacht zum 13. April 1204 während der Erstürmung von Konstantinopel durch Venetianer und Kreuzfahrer an die Spitze des Reichs gestellt und wandte sich nach dem Verlust der Hauptstadt nach Kleinasien, wo er durch große Tapferkeit und polit. Gewandtheit sich zwischen den Angriffen der fränk. Kreuzfahrer, der Seldschuken und der Trapezuntier mit Glück behauptete und aus den westl. Provinzen das Reich von Nikäa gründete. Nach seinem Tode (1222 n. Chr) setzte sein Schwiegersohn, Kaiser Johannes III. Dukas (s. d.) Vatatzes, das Werk der Wiederherstellung des Byzantinischen Reichs mit bedeutendem Erfolg fort. Sein und der Irene L. Sohn, Kaiser Theodor II. L., der 1254 zur Herrschaft gelangte, starb schon 1258, und sein unmündiger, erst achtjähriger Sohn, Kaiser Johannes IV. L., wurde durch den seit dem 1. Jan. 1259 zum Mitkaiser erhobenen Michael Paläologos zu Ende des J. 1261 geblendet und in das bithyn. Schloß Dakybiza gesperrt. Erst Michaels Nachfolger Andronikos II. erzielte 1289 mit L. eine Art persönlicher Ausgleichung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 827Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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