FeedLaurinsäure
NaturlehreBrockhaus 1882

Laurinsäure, Laurostearinsäure, Pichurimtalgsäure GH. 0, eine zu den Fettsäuren gehörige Säure, findet sich im Lorbeeröl, im Fett der Pichurimbohne KRotyledonen von Nectrandro Puchury maj. N. et Mart.), ferner im Kokosöl, in dem Tangkallafett (aus den Früchten von Cylicodaphne sebifera Bl.), im Dikabrot und in einzelnen andern Fetten. Zur Darstellung wird Laurostearin (s. d.) mit Kalihydrat verseift und aus der Lösung die L. durch Salzsäure abgeschieden. L. krystallisiert aus Alkohol in Nadeln oder durchscheinenden Schuppen; unlöslich in Wasser, sehr leicht löslich in starkem Alkohol und Ather; die Löung reagiert sauer; sie schmilzt zwischen 43,6 und 45•,erstarrt nach dem Erkalten krystallinisch; unter gewöhnlichem Luftdruck nicht unzersetzt destillierbar; siedet bei einem Druck von 100 mm bei 225 C.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 852Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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