Laynez (Jak.), zweiter General des Jesuitenordens, geb. 1512 zu Almancario bei Siguenza in Castilien, studierte in Alcala und in Paris, wo sich zwischen ihm und Loyola ein inniges Band knüpfte. Beide faßten den Entschluß, einen Verein zu stiften, dessen Hauptzweck Erziehung des Volks im Geiste der röm. Kirche war. L., wissenschaftlich gebildeter und gewandter als Loyola, arbeitete das Statut des Ordens aus, der in Rom 1539 begründet wurde. Nachdem der Orden von Paul III. 1540 bestätigt und Loyola auf L. Betrieb zum ersten General desselben erwählt worden war, machte L. Reisen, um für die Ausbreitung der Gesellschaft Jesu zu wirken; besonders bethätigte er auf dem Konzil von Trident seinen Eifer für das Interesse des röm. Stuhls. Im J. 1556 folgte er Loyola in der Würde eines Generals des Ordens. Mit dem Kardinal Ferrara kam er 1561 nach Frankreich, um mit diesem an der Ausrottung der Ketzerei zu arbeiten. Die Aufnahme der Jesuiten in Frankreich, obschon unter einigen beschränkenden Bedingungen, war zugleich eine Folge dieser Reise. Nachdem er noch zuletzt auf dem Tridentiner Konzil für die Suprematie des Bischofs von Rom über die andern Bischöfe gekämpft hatte, kehrte er nach Rom zurück und starb daselbst 19. Jan. 1565. Lahyrae, Stadt im franz. Depart. Lot-et-Garonne, Arrondissement Agen, an der Mündung des Gers in die Garonne, Station der Linie Agen-Tarbes der Französischen Südbahn, zählt (1876) 1477, als Gemeinde 2782 C., welche mit Wein und Getreide Handel trieben. Lazarett, s. Krankenhaus. Lazarettfieber, soviel wie Flecktyphus (s. d.).