Dinkel, Spelt oder Spelz, eine der drei Arten des Speltweizens, war wahrscheinlich den Aegyptern und Hebräern völlig unbekannt, bildete aber zweifelsohne das älteste Getreide der Römer, da nach seinem Namen Far alles Mehl im Lateinischen Farina genannt wurde. Die Römer verpflanzten den Dinkelbau schon im 1. Jahrhundert n. Chr. in die Schweiz und nach Süddeutschland, wo er noch heutigen Tages am stärksten betrieben wird, so daß von den 492 970 Tonnen (à 10 g) der gesammten deutschen Spelternte des Jahres 1890 auf Württemberg 232 750, auf Bayern 137 000, auf Baden 97 810 und auf das Fürstenthum Hohenzollern 12 540 Tonnen entfielen, während die gesammte Spelternte der österreichischen Monarchie gleichzeitig nur 120 340 hl betrug, wozu Istrien 64 950, Dalmatien 32 370, Vorarlberg 15 320 und das Karstgebiet 7660 hl hergaben. Der Dinkel liefert ein Mehl von außerordentlicher Feinheit und Weiße, das deshalb für Bisquits, Confeet und überhaupt Luxusgebäcke bevorzugt wird. Dübel, Dübel s. Bratfisch.