Gulasch, richtig Gulyäs, sprich: Guljaasch, Nationalgericht der Magyaren, dessen Cardinalwürze der Paprika bildet. Ein rechter Ungarmagen verträgt einen Theelöffelvoll Paprika wie Confect, den deutschen aber brennt's bei gleicher Dosis wie mit Höllengluthen, die weder Baechus noch Gambrinus zu löschen vermögen — Grund genug, um jedes Wirthshaus-Gulasch so lange mit Mißtrauen zu betrachten, bis es sich als mäßig papricirt ausgewiesen hat. Im Uebrigen weniger ein feines, als vielmehr ein derbes Gericht, ein richtiges Bivouac-Tractament, hat das Gulasch doch seit etwa dreißig Jahren den ganzen Continent erobert und tritt sogar bereits als Conserve auf: Ferd. Flörken in Mayen (Rheinland) und Ig. Eisler & Co. in Wien liefern „Rinds-Gulyäs mit Kartoffeln“ und „Kalbs-Gulyäs mit Reis“.