Heinrich IX., der Schwarze, Herzog von Bayern seit 1120 als Nachfolger seines kinderlosen Bruders Welf II., von welchem er auch die Familiengüter in Schwaben erbte, wie er schon nach dem d Tode seines Vaters, Welf I., die in Oberitalien er-l langt hatte, war der mächtigste Mann in Deutschland, wo er durch die Heirat mit Wulfhild, Tochter l des Herzogs Magnus von Sachsen, auch dort ein 1 reiches Erbe gewonnen hatte. Sein Schwiegersohn r war der Herzog Friedrich von Schwaben aus stausischem Geschlecht. Aber er ließ ihn bei der Königswahl 1125 im Stich und trat auf die Seite Lothars von Sachsen, als dieser ihm für seinen Sohn Heinrich den Stolzen die Hand seiner Erbtochter Gertrud zusagte. Dem beginnenden Bürgerkriege zwischen Lothar und Friedrich wich er jedoch aus, indem er sich ins Kloster Weingarten zurückzog. Er starb 13. Dez. 1126 in der benachbarten Ravensburg. Von seinen Söhnen trat der älteste, Konrad, in den geistlichen Stand; der zweite, Heinrich, erhielt die bayrischen und sächsischen, der dritte, Welf, die schwäbischen und italischen Güter. Heinrich X., der Stolze, Herzog von Bayern seit 1126 durch die Abdankung seines Vaters, H. des Schwarzen, vermählte sich zu Pfingsten 1127 auf dem Schlosse 1 des Kaiß bei Augsburg mit Gertrud, der Tochter des Kaisers Lothar III., welchem er in den Kämpfen mit den Staufern und bei seinen Zügen in Italien den wirksamsten Beistand leistete. Durch Lothar wurden seine Besitzungen in Deutschland und Italien noch vermehrt, und der Tod Lothars 1137 brachte ihm als Erbe feiner feine zu den Gütern in Sachsen, welche er durch eine Mutter Wulfhild hatte, auch noch die des Schwiegervaters und die Anwartschaft auf das erledigte Herzogtum Sachsen. Er hatte wohl ein Recht sich wegen seiner gewaltigen Macht vorzugsweise auch zur Nachfolge im Königtum berufen zu ——— aber die Eifersucht der übrigen und beonders der geistlichen m. l zog ihm den Staufer Konrad III. vor, der ihm, als er die Auslieferung der Reichsinsignien und die Huldigung verweigerte, im Sommer ächtete und seiner Herzogtümer beraubte. Sachsen wurde Albrecht dem Bären Bayern dem babenberger Leopold von Osterreich verliehen. In dem darüber ausbrechenden Kampfe verlor nun H. zwar das letztere, behauptete indessen Sachsen und starb in Quedlinburg unbers 20. Okt. 1139. Sein Sohn ist Heinrich der Löwe.