Aktinien, Klipprosen, Seelilien, Meer- oder See-Anemonen, sind Seetiere, welche in völliger Ausbreitung einigermaßen den gefüllten Blüten der Astern gleichen; sie werden zu den Polypen (Zoantharia) gerechnet, unterscheiden sich aber von den Korallenpolypen, die Stöcke bauen, durch die lederartige Haut, welche unten eine platte Sohle bildet, mit der sie sowohl fortkriechen als festhaften können, sowie durch den großen fleischigen Körper und die mit vielen, sehr verschiedenartig gestalteten Fühlfäden, die sie mehr oder weniger einziehen können, 1e Seetie Mundöffnung. Viele heften sich an andere Seetiere an und lassen sich von denselben En diepen Ert z. B. Adamsia auf Schneckenschaen, die von Einsiedlerkrebsen bewohnt sind, Sagastia auf Krabben u. s. w. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Fischen, Krustaceen und Mollusken. Sie gebären lebendige Junge, welche aus der Mundoffnung hervorkommen; auch vervielfältigen sie sich, in Stücke geschnitten, mittels Hen staunenswürdigen Reproduktion. Die A. leben im Meere weit verbreitet, im Norden und Süden, und sterben im süßen Wasser. Die meisten Arten sind von lebhaften, häufig glasartig durchsichtigen Farben und wl diese Pracht sowie un die Leichtigkeit, mit welcher sie in geschlossenen Räumen fortkommen, eine Lieblingszierde der mit Seewasser gespeisten Aquarien Räden K Viele verteidigen sich urc ben Mum elfäden (Acontien), die sie entweder dur den Mund oder durch Oeffnungen der Haut hervortreten lassen. Einige abweichende Arten schwimmen (Krachnactis), andere sind röhrenförmig, ohne Fuß (Cerianthus), noch andere treiben Knospen und bilden Tierstöcke (Loanthus). Eine ältere Arbeit von Rapp gab zuerst einigen Aufschluß über Dut Organisation; Gosse, Huxley, Haime, Lacazethiers vervollständigten unsere Kenntnisse daruber; letzterer bearbeitete ausführlich ihre Entwickelungsgeschichte, Hertwig ihre fenere Anatomie.