FeedAntiväri oder Bar
ErdkundeBrockhaus 1882

Antiväri oder Bar, Stadt im Fürstentume Montenegro, liegt malerisch unweit der Küste des Adriatischen Meeres, hat eine im Verfall begriffene Citadelle, die 80 neben der Stadt auf einem vorspringenden Felsen sich erhebt, und ist Sitz eines kath. Bischofs. Die 5—6000 meist christlichen E. sind zum größten Teile Serben, doch finden sich auch Griechen, Albanesen und Zinzaren. Die vorzüglichsten Erwerbsquellen sind Handel und Schifffahrt. Der Hafen ist zwar für größere Fahrzeuge nicht tief genug, doch gut und sicher. A. war im Mittelalter venetianisch, von 1573 —1878 türkisch. Di Juli 1859 war A. Sammelplatz der gegen sterreich bestimmten franz. Kriegsflotte. m 10. Jan. 1878 wurde es von den Montenegrinern erobert, denen es der Berliner Kongreß 13. Juli 1878 überließ.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 730Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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