FeedBillinger oder Billunger
GeschichteBrockhaus 1882

Billinger oder Billunger, eine sächs. Adelsfamilie, 961—1106 die regierende Dynastie im Bandateit Sachsen, das durch sie zu hoher Selbständigkeit und Macht gelangte. Der erste Herzog des Geschlechts war Hermann Billing, welcher durch Kaiser Otto I. zuerst 953 zu seinem Vertreter in der Anführung der Sachsen, endlich 961 selbst zum Herzog ernannt wurde. Berühmt durch Tapferkeit und Klugheit, durch Gerechtigkeitssinn und Treue, starb er 27. Marz 973 zu Quedlinburg. Seine Nachfolger waren in regelmäßiger 1., gen. vom Vater zum Sohne: Bernhard I., gest. 9. Febr. 1011; Bernhard II., gest. 29. Juni 1059; Ordulf, gest. 28. März 1071. Mit dessen Sohne Magnus, —0 23. Aug. 1106, erlosch der Mannsstamm der B. Im letztgenannten Jahre verlieh Kaiser Heinrich V. das Herzogtum an den Grafen Lothar von Supplinburg der nachmals selbst die Kaiserkrone erlangte. Die Güter der B. gingen durch Töchter teils auf die Welfen, teils auf die Askanier über. Vgl. Wedekind, Hermann, Herzog von 2—— (Lüneb. 1817); Steindorff, „De ducatus Billingorum origine et progressun (Berl. 1863). ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 59Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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