Coröner (lat. Coronator) heißt in England ein Beamter, der seit den Zeiten Richard Löwenherz' aus den Einwohnern der Grafschaft bestellt werden sollte, um die Rechte der Krone wahrzunehmen. Für die Hauptgeschäfte dieser Art ist später das Amt der Friedensrichter eingeführt, dem C. blieb aber der besondere Beruf, die Ursache plötzlicher ungewöhnlicher Todesfälle mit Zuziehung von 12 —23 Geschworenen aus der Rachbarschaft zu untersuchen und damit das gerichtliche Verfahren wegen Mordes oder Totschlags einzuleiten. Der C. führt auch die Untersuchungen über Schiffbrüche und die Bergung der auf den Wracken befindlichen Gegenstände, sowie einige andere gerichtliche Geschäfte. Man gestattete im Mittelalter den Gerichtsmännern der Grafschaft, den C. dem Lordkanzler vorzuschlagen, woraus sich ein Wahlrecht der Freisassend entwickelt und bis heute erhalten hat. Er wird auf Lebenszeit ernannt, kann aber wegen Mißbrauchs oder Vernachlässigung seiner Amtspflichten abgesetzt werden. Die Gesetzgebung der neuern Zeit Kat manche schwere Gebrechen der Einrichtung u beseitigen und das Verfahren zu verbessern gesucht, insbesondere die Zuziehung ärztlicher Sachverständiger befördert. Goronilla L., Pflanzengattung aus der Familie der Leguminosen; der Name C. rührt daher, weil ihre doldenförmig angeordneten Blumen gleichsam eine Krone (corona) bilden, woher auch die Bezeichnung Kronenwicke stammt, den die deutschen Botaniker dieser Gattung gegeben haben. Ihre in Europa, den Mediterranländern, Asien und Westindien wachsenden Arten sind teils Kräuter, teils Halbsträucher und Sträucher. Sie haben unpaarig gefiederte Blätter und in einfache, langgestielte, blattwinkelständige Dolden gestellte Blüten. Die Frucht ist eine aus länglichen, einsamigen Stücken u Deutichtand u Gliederhülse. Die gemeinste der in Deutschland vorkommenden Arten ist C. varia, die bunte Kronenwicke, auch bunter Pelt1. und Schaflinse genannt, ein perennierenes Kraut mit niederliegenden, oft langen Stengeln und weiß und rosenrot gefärbten Blumen, welches häufig auf Sand⸗ und Kalkboden in sonniger Lage vorkommt und jung den Schafen ein angenehmes Futter bietet. Der Saft des ältern Krautes erregt heftiges, selbst tödliches Erbrechen und Purgieren, weshalb die Pflanze für giftig gilt. Unter den strauchigen Arten, welche fast alle gelb blühen, ist besonders C. Emérus L., großer Peltschen oder Skorpionswicke, ein in Südeuropa und schon in der Schweiz und in Süddeutschland wildwachsender, bei uns häufig zur Zierde angebauter Strauch, bemerkenswert. Er wird bloß 2m hoch und hat blaßgelbe Blumen mit auffallend langgestielten Blumenblättern. Die Blätter dieses Strauchs enthalten einen purgierend wirkenden Stoff. Zugleich geben sie samt den Blumen eine blaue Farbe.