Dina (Giacomo), ital. Journalist, geb. 24. April 1824 in Turin, trat 1848 nach Vollendung seiner Universitätsstudien in die Redaction der Opinionen ein, deren Leitung er 1854 übernahm und mit Ausnahme einer kürzern Zeit bis zu seinem 16. Juli 1879 erfolgten Tode beibehielt. D., ein Vertreter gemäßigter polit. Anschauungen, war scharfblickend als Politiker, sodaß er den Beitritt Piemonts zur westmächtlichen Allianz auch zu einer Zeit befürwortete, als die Österreicher am Krimkriege teilnehmen zu sollen schienen. In Finanzfragen zeigte er große Kompetenz und erwarb sich in der Kammer, der er beinahe ein Jahrzehnt angehörte, dasselbe Ansehen, dessen er als Chefredacteur des einflußreichsten Blattes der Regierungsmehrheit genoß. Namentlich unter dem Ministerium Lanza-Sella wurden die Leitartikel D.s, der durch den Mitbesitz an seinem Blatte vermögend geworden war, große Bedeutung zugeschrieben. Die röm. Stadtverwaltung ließ seine Büste auf dem Monte Pincio aufstellen.