Diphilos aus Sinope, war nächst Menander und Philemon der bedeutendste Dichter der neuern attischen Komödie in der zweiten Hälfte des 4. Jahrh. v. Chr. Er verfaßte 100 Stücke. Von der Hälfte derselben sind noch die Titel bekannt und eine Aneihe größtenteils jedoch unbedeutender Fragmente erhalten. Außerdem sind zwei ganz und ein teilweise erhaltenes Stück des Plautus (s. d.) Bearbeitungen von Komödien des D., welche ihn als einen gewandten, geistreichen und witzigen, wenn auch nicht besonders originalen und erfindungsreichen Lustspieldichter erscheinen lassen. Seine Sprache war nicht ganz frei von Ausdrücken und Wendungen, welche die mustergültigen attischen Dichter nicht kannten oder vermieden, im übrigen aber einfach und elegant. Die Fragmente des D. stehen in den von Meineke und Bothe herausgegebenen Poetarum comicorum graecorum fragmenta (Par. 1855). Vgl. Meineke in der Philolog. Wochen-Diphtheritis oder Diphtherie (grch., von 4ρHEοο, Haut, Fell) heißt in der Medizin diejenige Form von Entzündung, bei welcher ein brandiger Zerfall des Gewebes der entzündeten Teile eintritt. Indem nämlich aus den ba auscn en eine der Organisation unfähige Masse ausschwitzt und as entzündete Gewebe durchtränkt, wird zugleich ie Lebensfähigleit des lehtern vernichtet, sodaß es rweicht und zerfällt. In neuester Zeit nennt man d. im engern Sinne eine ansteckende oder wenigtens epidemische Krankheit, welche sich hauptsächlich Hyurch eine diphtheritische Entzündung der Schleimzaut des Schlundes und Kehlkopfs verrät und sich dom Krupp 2 d.) dadurch unterscheidet, daß die utzündliche Ausschwitzung nicht bloß, wie bei dieem, auf die Oberfläche der Schleimhaut, sondern such zugleich in das Gewebe derselben abgelagert vird und den brandigen Zerfall der Schleimhaut dedingt. Das eigentliche Wesen dieser auch unter dem Namen der bösartigen, epidemischen der brandigen Mandel⸗- oder Rachenbräune Angina maligna s. gangraenosa) bekannten Krankseit, welche schon im Altertum bekannt und im 16. zahrh. bei den Spaniern unter dem Namen Garoillo wegen ihrer großen Erstickungsgefahr gefürchtet var, ist trotz zahlreicher Untersuchungen noch immer nicht in allen Punkten hinreichend erforscht. Nur o viel steht fest, daß die D. eine infektiöse Krankheit st, deren Keime in der unmittelbaren Nachbarschaft des Menschen und seiner Wohnungen fortwuchern ind lange daselbst latent und wirksam bleiben könzen, und daß mikroskopisch kleinste, stäbchenförmige Spaltpilze (Microsporon diphtheriticum Klebs), velche sich in außerordentlichen Mengen in den iphtheritischen Auflagerungen und den ausgehuteten Membranen vorfinden, die eigentlichen Träzer des spezifischen Ansteckungsstoffs sind. ndem die in der Luft schwebenden Sporen dieser niedrigsten pflanzlichen Organismen sich unter gevissen Verhältnissen in vorhandenen kleinen Ab-Gleinhau und Erosionen der Mund⸗ und Rachenchleimhaut einnisten und sich infolge der ihrer weiern Entwickelung günstigen feuchtwarmen Temderatur der Mundhöhle rapid vermehren, erregen ie Ihen in der befallenen Schleimhaut eine rein 'rtliche Entzündung mit faserstoffiger Ausschwitzung diphtheritische Membranen und Auflageungen). Leichtere Grade dieser Entzündung könzen sich wieder zurückbilden, ohne ernstere Folgeustände zu veranlassen; in schwerern Fällen aber tirbt die ergriffene Schleimhautpartie ab, wird in inen feuchten, schmutziggrauen, übelriechenden Schorf verwandelt und hinterläßt ein mißfarbiges randiges Geschwür, welches Tansudfaurt allmähich mit Hinterlassung einer Narbe verheilt. Doch dleibt die Krankheit durchaus nicht immer in der Rund⸗ und Rachenhöhle lokalisiert; häufig genug erfolgt unter Bedingungen, die noch nicht näher er-Diphtheriepilze in die Lymphgefäße und von hier in den Blutstrom und erzeugt so, nicht selten mit überraschender Schnelligkeit, eine heftige allgemeine Infektion des Körpers, welche zumeist durch Zersetzung des Blutes, Lähmung des Nervencentralapparats oder des Herzens oder durch schwere Nierenentartung zum Tode führt. ö Der diphtheritische Ansteckungsstoff ist vorzugsweise in den diphtheritischen Membranen und brandigen Gewebsfetzen, sowie in dem Auswurf und der Ausatmungsluft der Kranken enthalten und zeichnet sich durch eine außerordentlich große un keit und Dauerhaftigkeit aus, sodaß er noch nach Monaten in Räumen, in denen er sich einmal entwickelt Kaid seine deletären Wirkungen entfalten kann. Kein Stand und kein Lebensalter ist vor seiner Einwirkung sicher, doch werden vorwiegend Kinder, namentlich in den ersten sechs Lebensjahren, von der D. ergriffen, offenbar weil ihre zartern, weichern und leichter vulnerabeln Schleimhäute werinnen, welche mit Diphtheriekranken in nächste Berührung kommen, fallen nicht selten der Krankheit zum Opfer. Von Zeit zu Zeit nimmt die D., namentlich in größern Städten, epidemische Verbreitung an, ohne daß es immer gelingt, äußere Ursachen dafür aufzufinden. Was den Verlauf der D. anlangt, so beginnt die Krankheit zumeist plötzlich mit Fieber, Frösteln und Mattigkeit, Schlingbeschwerden, Schwellun der Kieferlymphdrüsen und weißlichen, sich ziemli schnellausbreitenden Auflagerungen auf die Schleimhaut der Mandeln und des Rachens. Diese weißlichen Flecken lassen sich nicht wegstreichen, und wenn man sie gewaltsam entfernt, bleibt eine wunde, leicht blutende Stelle zurück. Sich selbst überlassen, zerfallen sie oder lösen sich ab und hinterlassen ein mißfarbiges, übelriechendes Geschwür. Pflanzt sich die Entzündung und die Bildung dieser 18 Pöllee en bis auf den Pfeisends so tritt bald völlige Stimmlosigkeit, pfeifendes Atmen und bei kleinen Kindern leicht Erstickcung ein. Die D. der Nasenhöhle gibt ich durch Nasenbluten und stinkenden jauchigen Ausuß aus den Nasenlöchern zu erkennen. Durch die ufnahme des diphtheritischen Giftes in die Blutmasse kommt es nicht selten zu Nierenentzündung mit Albuminurie und nachfolgender Harnstoffvergiftung des Blutes. Aber auch durch allgemeine Erschöpfung der Lebenskräfte oder durch plötzlich eintretende Herzschwäche kann die Krankheit in kürzester Frist zum Tode führen. Häufig bleiben langdauernde, mehr oder weniger bedeutende er Beinegen, insbesondere der Sprachorgane und der Beine, zurück, die jedoch gewöhnlich nach und nach ohne dauernde Folgen wieder verschwinden. Am lästigsten ist die Lähmung des Gaumensegels, wodurch genossene Flüssigkeiten in die Nasenhöhle gelangen und das Schlingen bisweilen so erschwert wird, daß man zur künstlichen Ernährung vermittelst der Schlundsonde seine Zuflucht nehmen muß. Hinsichtlich der Verhütung der D. sind die Beschaffung einer trockenen, sonnigen und hinreichend geräumigen Wohnung, ausgiebige und fleißige Ventilation und die sorgfältige Desinfektion aller Abfallstoffe und Fäulnisherde von der allergrößten Bedeutung, da feuchte, dumpfe und überfüllte Wohnräume die Entwickelung des Ansteckungsstoffs in hohem Grade befördern können; daneben können eine vernünftige Abhärtung der Kinder durch kalte Waschungen des Halses und kalte Gurgelungen mit Wasser oder Kochsalzlösung sowie die sorgfältige Behandlung aller chronischen Mandel⸗ und Rachenerkrankungen nicht dringend genug empfohlen werden. Ist ein Familienglied an D. erkrankt, so sind die gesunden Kinder am besten ganz aus dem Hause zu entfernen und erst dann wieder zurückzuführen, nachdem die Wohnung auf das sorgfältigste gereinigt, desinfiziert und gelüftet ward. Zur Desinfektion der Wohnräume und Mobilien eignen sich am meisten stärkere Carbolsäurelösungen und die schweflige Säure (durch Verbrennen von Schwefelfäden erzeugt); Betten und Kleidungsstücke sind längerer Trockenhitze oder Schwefelräucherungen auszusetzen, minder wertvolle am besten zu verbrennen. Die Behandlung der D. hat vor allen Dingen dahin zu streben, die weitere Entwickelung der einedrungenen Diphtheriepilze zu verhindern und die durch sie unterhaltenen Fäulnisvorgänge auf der Mund⸗ und Rachenschleimhaut möglichst zu beränken. Zu diesem Zwecke dienen Betupfen der uflagerungen mit konzentrierten Carbol⸗ und Salicyllösungen, Einblasungen von Schwefelblüten und Benzoêsäure, aali son von chlorsaurem oder übermangansaurem Kali sowie Inhalationen von Carbolsäure, Thymol, Fukalyptol, Salicylsäure, Sublimatlösung und andern äntimykotischen (pilztötenden) Mitteln. Daneben bleibt es eine wichtige Aufgabe des Arztes, die Kräfte des Kranken durch Darreichen von China⸗ und Eisenpräparaten, von starkem Wein und kräftiger Nahrung aufrecht zu erber ur und das vorhandene Fieber durch kalte Bäer und Einpackungen, Chinin und andere antiyretische (fieberwidrige) Heilmittel zu bekämpfen. ede , uuß unt Behandlung, zumal Blutent0 die „muß unter allen Umständen unterbleiben, a sie die Lähmung der ohnedies geschwächten Herz-DBenaer nur befördern würde. Bei hochgradiger erengerung des Kehlkopfes und dadurch entstehender Erstickungsgefahr ist nur von der rechtzeitigen Ausführung des Luftröhrenschnittes oder der Tracheotomie (s. d.) Rettung und Hilfe zu erwarten. Gegen die zurückbleibenden diphtheritischen Lähmungen werden die Anwendung von Elektricität, Einspritzungen von Strychnin, kalte Douchen und Seebäder empfohlen. iphthong (grch.), d. h. Doppellauter, nennt man in der Grammatik die Verbindung zweier unu. s. w.), die in der Aussprache durch kontinuierliche Übergänge miteinander zusammenhängen, zwischen denen also keine Pause (Hiatus) stattfindet. Die Umlaute à, 6, u gehören nicht zu den D., weil sie einen einheitlichen Vokallaut darstellen. In sekundärer Weise entstehen D. auch durch Wegfall von Konsonanten zwischen Vokalen und durch lautlichen Wandel langer einfacher Vokale in Doppellaute, „B. mittelhochdeutsch min, jetzt cmein», mittelhochdeutsch hüs, jetzt Haus».