Dubor (Julius), Bruder des vorigen, geb. 10. Okt. 1829 zu Hamburg, hat sich als philos. Schriftsteller einen Namen gemacht. Er studierte von 1849 an zu Gießen und Leipzig Philosophie und Geschichte, unterbrach jedoch seine Studien durch Reisen im Auslande und beendete dann dieselben 1859 zu Berlin. Hierauf war er Mitarbeiter an verschiedenen liberalen Blättern, zuletzt 1864 —70 an der «Nationalzeitung, zog sich dann von der publizistischen Thätigkeit zurück und nahm seinen htichen in Dresden. Von seinen größern publizistischen und philos. Schriften, die sich durch Geist und eine kernige, schlagfertige Sprache auszeichnen, sind zu erwähnen: 4«Geschichte der engl. Presse (nach dem Englischen des Grant, Hannov. 1873), „Die Psychologie der Lieber (Hannov. 1874 2. Aufl. 1880), «Das Leben ohne Gotto (Hannov. 1875). Außerdem hat D. eine Reihe Essays philos. und sozial-polit. Inhalts in deutschen Zeitschriften veröffentlicht, die er unter den Titeln KGegen den Strom. Gesammelte Aufsätzey (Hannov. 1877) und „Reben und Ranken. Studienblätter (Halle 1879) zusammenstellte. Ein größeres 5 als Want genommenes Werk, Der Optimismus als Weltanschauungo, erschien 1881 (Bonn). ö